WIRTSCHAFTSRAT Recht hilft bei Breitbandversorgung in Indersdorf

Auch in Bayern schreitet der Ausbau der Versorgung mit breitbandigem Internet stetig voran: Seit dem 22. Juni verfügt etwa die bayrische Gemeinde Markt Indersdorf über ein eigenes Glasfasernetz, das künftig Webnutzern bis zu 1 Gbit/s schnelles Internet bescheren soll.

Vergangenen Mittwoch nahmen Bürgermeister Franz Obesser und der bayrische Staatsminister Markus Söder (beide CSU) die neue Vernetzung offiziell in Betrieb. Zuvor war das von WIRTSCHAFTSRAT Recht rechtlich betreute Projekt mit einem Investitionsvolumen von 9,5 Millionen Euro innerhalb von nur zwei Jahren fast vollständig umgesetzt worden. Dabei wurden in der Gemeinde 930 Kilometer Glasfaser auf 108 Kilometer Netzstrecke verlegt und Wohnungen sowie Gebäude direkt an das Netz angeschlossen (FTTB/H). Davon profitieren neben den ortsansässigen Gewerbebetrieben rund 3500 Haushalte in allen 59 Ortsteilen der knapp 9500 Einwohner zählenden Marktgemeinde.

Der kommunale Glasfaserausbau geht auf eine Bürgerinitiative zurück, die im Gemeinderat auf offene Ohren traf. Das in Markt Indersdorf realisierte Modell sieht dabei vor, dass die Kommune das Netz in Eigenleistung baut und die Kosten durch Verpachtung an den Betreiber wieder einspielt. So ließ sich der Ausbau auch ohne Zuschüsse wirtschaftlich auf stabile Beine stellen.

Betrieben wird das Netz von der Kabel & Medien Service (KMS), einer Tochter des Kabelnetzbetreibers Tele Columbus. Neben HD-Fernsehen und Telefondiensten bietet der Provider auch Internetzugänge mit Surfgeschwindigkeiten zunächst bis zu 100 Mbit/s an – ein Wert, der nach und nach auf 1 Gbit/s erhöht werden soll.

„Das Gigabit-Netz in Markt Indersdorf ist ein Leuchtturmprojekt“, erklärte KMS-Geschäftsführer Rüdiger Schmidt. „Es weist Kommunen den Weg, wie die digitale Sicherung einer zukunftsfähigen Breitbandversorgung mit den geeigneten Partnern gelingen kann.“ Staatsminister Söder ergänzte, das Glasfasernetz brächte einen „fundamentalen Nutzen für alle Generationen und die gesamte Gesellschaft“.

In diesem Sinne betreut Wirtschaftsrat Rat deutschlandweit rechtsberatend den Ausbau der Netze, um gerade auch den ländlichen Raum optimal an der Digitalisierung teilhaben zu lassen.


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