Maklervertrag kann widerrufen werden

Ein Maklervertrag ist widerrufbar.

WIRTSCHAFTSRAT Recht berät zum Widerruf von Maklerverträgen

Wie der Bundesgerichtshof gestern entschieden hat, kann ein Maklervertrag, die telefonisch oder per E-Mail geschlossen worden sind, gegebenenfalls widerrufen werden.

In den zur Entscheidung anstehenden Fällen hatten die Beklagten über ein Internetportal die Exposés von Grundstücken bei einem Immobilienmakler angefordert. Die Exposés enthielten keine Widerrufsbelehrung.

Im weiteren Verlauf hatten die Beklagten telefonisch einen Besichtigungstermin mit dem Makler vereinbart, einige Zeit später kam es jeweils zum Kauf des Grundstückes. Erst während des späteren Rechtsstreits sind die Maklerverträge von den Beklagten widerrufen worden.

Der BGH hat nunmehr in diesen richtungsweisenden Urteilen entschieden, dass es sich hierbei um bereits über das Internet beziehungsweise telefonisch geschlossene Fernabsatzverträge im Sinne des § 312 BGB (alte Fassung) handelte, und die Maklerverträge nicht etwa erst während des Besichtigungstermins zu Stande gekommen sind.

Demnach stand den Beklagten ein Widerrufsrecht zu. Im Ergebnis musste die Maklercourtage somit nicht bezahlt werden.

Sollten Sie in den letzten Jahren eine Immobilie oder ein Grundstück erworben haben, eine Maklercourtage entrichtet haben und den Makler zunächst nur über das Internet oder telefonisch kontaktiert haben, kommt eventuell auch für Sie ein Widerruf des Maklervertrages in Betracht.

Die Kanzlei WIRTSCHAFTSRAT Recht berät Sie zur Ausübung des Widerrufsrechts und erstreitet für Sie gegebenenfalls auch gerichtlich die von Ihnen entrichtete Maklercourtage zurück.