Trends beim Glasfaserausbau 2021: Dr. Henrik Bremer im Interview mit Media LABcom

Schon in den letzten Jahren unterlag der Regelungsrahmen des Breitbandausbaus in Deutschland erheblichen Wandlungen. Längst kodifiziert nicht mehr bloß das zuletzt 2016 reformierte TKG das Spezialrecht der TK-Branche. Dazu gesellten sich beispielsweise im geförderten Bereich beihilferechtlich bedingte Sonderbestimmungen, die bisher maßgeblich durch die NGA-Rahmenregelung und die Bundesförderrichtlinie festgesetzt wurden. Bereits bei diesem Regelwerk zur Gewährung von Bundesfördermitteln handelt es sich um mehr als um den statischen Anforderungskatalog einer Fördermaßnahme. Dafür erwiesen sich die erwähnten beiden Leitlinien der Breitbandförderung schon für sich genommen mit Änderungen im Jahrestakt als außerordentlich entwicklungsfähig. Inzwischen bilden NGA-RR und Bundesförderrichtlinie bloß den Ausgangspunkt eines förderrechtlichen Mikrokosmos. Dessen zuletzt immer weiter konkretisierten Vorgaben wirken weit in den Betrieb der geförderten Netze hinein und prägen auch eigenwirtschaftliche Erweiterungen.

2021 ändern sich die für Bau und Betrieb von Glasfasernetzen einschlägigen Vorschriften nun gleich an mehreren Stellen parallel tiefgreifend. Das betrifft vor allem zwei Bereiche. Einerseits ergänzt die TKG-Novelle insbesondere neue Anwendungsfelder der Regulierungsmaßnahmen der BNetzA. Andererseits steigt infolge der Ausweitung des Bundesförderprogramms auf die FTTB-Anbindung von grauen Flecken die Zahl der förderfähigen Adressen immens. Dies vergrößert die Bedeutung der Förderprojekte für den Glasfaserausbau insgesamt noch weiter.

Schon deshalb bestand reichlich Anlass, pünktlich zum Beginn des Jahres 2021 mit dem Branchenmagazin Media LABcom ein längeres Gespräch über die aktuellen Trends beim Glasfaserausbau in Deutschland zu führen. Dabei ging es nicht bloß um die reinen rechtlichen Veränderungen, sondern stattdessen um ihre wirtschaftlichen Implikationen für den TK-Markt und um geeignete Strategien für kleinere und mittelgroße Netzbetreiber zum Umgang damit.

Die im Interview hierzu geäußerten Überlegungen verstehen sich angesichts der Tragweite der bevorstehenden Weichenstellungen nur als erste Denkanstöße. Ungeachtet dessen können wir uns gut vorstellen, dass die eine oder andere Anregung Akteuren am Markt dabei hilft, sich für die nächste Etappe des Glasfaserausbaus die passende Strategie zurecht zu legen. Insofern wünschen wir viel Vergnügen bei der Lektüre.

Lesen Sie hier das gesamte Interview mit der Media LABcom.

Ansprechpartner


RA Dr. Henrik Bremer
h.bremer@wr-recht.de
Fachanwalt für Steuerrecht
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater