Aktuelle Herausforderungen für Telekommunikationsprojekte

Gerade der staatlich geförderte Breitbandausbau bringt es mit sich, dass neue Akteure auf den Märkten für Telekommunikationsdienstleistungen hinzutreten und sich zugleich neue Geschäftsfelder öffnen. Damit einher gehen insbesondere für Glasfaserprojekte wirtschaftliche Risiken, denen es entgegenzutreten gilt. Hierbei unterstützen wir vor allem Kommunen und Stadtwerke bei der Sanierung.

Seitdem die Bundesregierung Breitbandprojekte gerade im ländlichen Raum umfangreich fördert, vollzieht der Markt für Telekommunikationsdienstleistungen einen profunden Wandel. Zu klassischen DSL-Produkten treten einerseits horizontal leistungsfähigere Versorgungstarife. Vertikal entwickeln sich derweil Telekommunikationsdienstleister zu umfassenderen Service-Providern, etwa indem sie auch Streamingdienste in ihrem Portfolio an Endkunden vermarkten.
Zugleich steigt die Zahl der Akteure im Telekommunikationsgeschäft: Etliche Kommunen und Landkreise haben die Potenziale der Bundes- und Landesförderung genutzt und im Betreibermodell eigene Glasfasernetze errichtet. Ebenso betätigen sich inzwischen zahlreiche Stadtwerke in der TK-Branche und betreiben die neue Infrastruktur. Unterdessen erhöhen das DigiNetzG und die NGA-Rahmenregelung den Wettbewerb unter den Telekommunikationsanbietern, indem sie Netzinhaber verpflichten, die Mitverlegung und die Mitnutzung ihrer Infrastruktur zuzulassen.

Das bringt vor allem für neue Marktteilnehmer die Herausforderung mit sich, sich in einem kompetitiven Umfeld zu behaupten. Zusätzliche Schwierigkeiten ergeben sich daraus, dass trotz der Förderung der Breitbandvorhaben diese freilich wirtschaftlichen Risiken wie steigenden Tiefbaukosten ausgesetzt sind. Stellt sich unterdessen nicht hinreichend schnell eine ausreichende Anschlussquote der Haushalte ein, droht ein Netz, für regionale Carrier zur Belastung zu werden.

In solchen Situationen leistet unsere Kanzlei ihren Beitrag zur effizienten Sanierung der Netzträger. Eine Übersicht über die häufigsten Risiken bei TK-Unternehmen und geeignete Lösungsansätze hat Dr. Henrik Bremer unlängst in einem Vortrag zusammengefasst.

Unsere Sanierungsberatung

Freilich ähnelt kein Sanierungsfall völlig den anderen. Unsere Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer analysieren deshalb zu Beginn jedes Sanierungsvorhabens zunächst eingehend die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Neuaufstellung von Telekommunikationsprojekten. Mithilfe unserer Branchenkenntnis und unserem Fachwissen in den fraglichen Rechtsbereichen loten wir neue Wertschöpfungsperspektiven aus, eruieren steuerliche und gesellschaftsrechtliche Optimierungspotenziale und prüfen Finanzierungsmöglichkeiten – auch unter Zuhilfenahme öffentlicher Mittel. Bewährt hat sich hierbei als Ausgangspunkt die Erstellung eines IDW S6 Sanierungsgutachtens, dessen Umsetzung wir ebenfalls begleiten können. Das Gutachten umfasst vor allem in folgende Bestandteile:

  1. eine Executive Summary, die die wesentlichen Ergebnisse und Handlungsvorschläge zusammenfasst,
  2. eine konzise Aufarbeitung der rechtlichen und wirtschaftlichen Ausgangslage, einschließlich:
    1. Darstellung der internen Unternehmensverhältnisse,
    2. Analyse der bisherigen wirtschaftlichen Entwicklung,
    3. Plausibilitätsprüfung des Wirtschaftsplans für die kommenden Jahre,
    4. PESTLE-Analyse &
    5. SWOT-Analyse,
  3. Analyse des Krisenstadiums und Prüfung der Sanierbarkeit,
  4. Entwicklung eines strategischen Leitbildes der Sanierung,
  5. Ausarbeitung einzelner Sanierungsmaßnahmen &
  6. Integrierte Finanzplanung für das Szenario der Sanierung.

Mithilfe eines S6 Sanierungsgutachtens erhalten unsere Mandanten somit einen profunden Überblick über die Sanierungspotenziale ihres Unternehmens – verbunden mit konkreten Handlungsempfehlungen. Dabei fließt einerseits unsere  Erfahrung aus bisherigen Sanierungsvorhaben ein, in denen wir bereits diverse Lösungsansätze auf ihre Tragfähigkeit prüfen konnten. Andererseits eröffnet unser Branchennetzwerk zusätzliche Gestaltungsoptionen für eine erfolgreiche Sanierung. Möglich werden dadurch beispielsweise Zusammenschlüsse zwischen mehreren lokalen Telekommunikationsanbietern sowie Kooperationen mit der öffentlichen Hand.

Zusätzliche Informationen zum Rechtsrahmen des Breitbandausbaus und unseren Beratungsgegenständen finden Sie in unserem Informationscenter zum Breitbandausbau. Weitergehende Fragen beantworten Ihnen gerne die Mitglieder unserer Breitband-Praxisgruppe.

Ansprechpartner


RA Dr. Henrik Bremer 

h.bremer@wr-recht.de

Fachanwalt für Steuerrecht Wirtschaftsprüfer, Steuerberater