CFB Fonds 166 Twins 1: Schadensersatz für Anleger

Schiff des CFB 166 Twin Fonds

Landgericht Frankfurt am Main verurteilt Commerzbank AG zur Zahlung von Schadensersatz

Im Juli 2016 hat das Landgericht Frankfurt am Main die Commerzbank AG dazu verurteilt, einem Anleger des notleidenden CFB-Schiffsfonds 166 Twins 1 seinen Schaden aus der Beteiligung zu ersetzen.

Dass die Dresdner Bank AG als Rechtsvorgängerin der Commerzbank AG den Kläger falsch beraten hatte, ergab sich für das Gericht aus zahlreichen Anhaltspunkten: So hatte die Bank den Anleger unter anderem deswegen „fehlerhaft über die Zusammenhänge des Erwerbs der Containerschiffe aufgeklärt, weil sie ihn nicht darauf hingewiesen hat, dass der Kaufpreis der Schiffe zu Zeiten der Auflegung des Fonds CFB 146 lediglich ca. $ 27.000.000 betrug“, so das Landgericht. Brisant war an diesem Preis, dass der Vorgängerfonds CFB 146 für die Schiffe bloß die besagten $ 27.000.000 bezahlt hatte, sie anschließend aber für $ 41.750.000 an den CFB Fonds 166 weiterverkaufte – ohne dass in der Beratung ein Wort über diese beachtliche Differenz verloren wurde.

Wegen dieser und weiterer Aufklärungsmängel erkannte das Gericht den Schadensersatzanspruch des geschädigten Anlegers gegen die Commerzbank AG an.

Die Praxisgruppe für Kapitalmarktrecht von WIRTSCHAFTSRAT Recht lotet nun für die übrigen von ihr betreuten Anleger des CFB Fonds 166 die Chancen dieser Rechtsprechung aus. Dabei gehen die involvierten Anwälte davon aus, dass das Urteil des LG Frankfurt den allermeisten Anlegern gute Erfolgsaussichten auf eine Entschädigung einräumt. Eine ähnlich günstige Ausgangslage verschafft das Urteil im Übrigen Anlegern des CFB-168-Fonds, der die übrigen zwei Schiffe des CFB Fonds 146 als Fondsobjekte aufkaufte, so der Befund der Kapitalmarktrechtsanwälte von WIRTSCHAFTSRAT Recht.

Denn bei den festgestellten Beratungsfehlern handelt es sich um solche, die für die schadensursächliche Investitionsentscheidung der meisten Anleger des CFB Fonds 166 maßgeblich war: Wer etwa gewusst hätte, dass die Fondsschiffe für das Anderthalbfache ihres ursprünglichen Preises erworben werden sollten, wäre die Beteiligung voraussichtlich nicht ohne weiteres eingegangen. Und genau so will die neue Rechtsprechung des LG Frankfurt Anleger behandeln, indem sie ihre Schadensersatzforderungen bestätigt.